Karpaltunnelsyndrom

Ein Karpaltunnelsyndrom ist eine sehr häufige Erkrankung. Die Diagnose muss durch eine fachärztlich-neurologische Untersuchung gesichert werden. Der Nervus medianus (“Mittlerer Armnerv”), wird in der Handinnenfläche durch ein straffes Sehnenband, welches zwischen der Muskulatur des Daumenballens und der Muskulatur des Kleinfingerballens ausgespannt ist, eingeengt oder abgedrückt.

Typische Symptome sind nächtliche Schmerzen in der Hand, “Ameisenlaufen”, Taubheitsgefühle und Gefühlsstörungen auf der Beugeseite von Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger sowie eine Kraftlosigkeit der Hand. Die Patienten geben häufig an, dass ihnen Gegenstände aus der Hand fallen.

In örtlicher Betäubung und über einen ca. 3cm langen Hautschnitt in der Handinnenfläche zwischen Daumenballen und Kleinfingerballen wird dieses straffe Sehnenband durchtrennt und somit der Druck auf den Nerv beseitigt, in den allermeisten Fällen dauerhaft. Nach ca. drei Wochen ist die Hand im Alltagsgebrauch wieder voll belastbar.

Ringbandstenose

In der Hohlhand verlaufen die Beugesehnen der Finger durch ringförmige Bandstrukturen hindurch, die sogenannten Ringbänder. Ohne erkennbare Ursache kann sich dieses Ringband verdicken und es wird beim Versuch, den betreffenden Finger zu strecken, die Sehne mit einem schmerzhaften “Schnappen” durch das verengte Ringband gezogen. Deshalb lautet die Diagnose Schnappfinger oder Schnappdaumen.

In örtlicher Betäubung und durch einen kleinen Hautschnitt in der Hohlhand direkt über dem verdickten Ringband wird dieses gespalten. Hierdurch wird der “Ring” erweitert und die Sehne gleitet wieder ungehindert hindurch.

Ganglion

Bei einem Ganglion (ungenau auch “Überbein” genannt) handelt es sich um eine gutartige zystische Geschwulstbildung über einer Gelenkkapsel oder im Bereich der Sehnenscheide. Der Knochen ist bei einem Ganglion nicht betroffen. Am häufigsten findet man Ganglien an der Hand, insbesondere am Handrücken.

Bei Beschwerden wie z.B. Druck auf das umliegende Gewebe, Schmerzen oder rasche Größenzunahme kann ein Ganglion operativ über einen Hautschnitt entfernt werden. Ziel der Operation ist es, die Zystenwand vollständig zu entfernen damit ein Wiederauftreten an dieser Stelle verhindert wird. Je nach Größe des Ganglions kann eine Vollnarkose oder eine Plexusanästhesie (Betäubung des Armes) notwendig sein.

Dupuytren-Kontraktur
(Morbus Dupuytren)

Die Dupuytren-Kontraktur bezeichnet eine Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche und der Beugeseite der Finger. Es entstehen knoten- und strangförmige Veränderungen des Bindegewebes. Bei einer zunehmenden Behinderung der Fingerstreckung sollte eine operative Entfernung der Wucherungen erfolgen.

Der chirurgische Eingriff wird in Narkose oder nur in Plexusanästhesie (Betäubung des Armes) durchgeführt. Unter Verwendung der Lupenbrille ist das Ziel der Operation, alle knotigen Veränderungen zu entfernen unter sorgfältiger Schonung der tieferliegenden Strukturen wie Sehnen, Gefäßen und Nerven. Nach der Operation und einer vorübergehenden Ruhigstellung der Hand mit einer Schiene erfolgt in der Regel eine mehrwöchige Nachbehandlung mit Krankengymnastik.

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